FREIE SYSTEMISCHE AUFSTELLUNGEN
Erfahrungsberichte

 

 
  • Sitemap
    ©2001-2015 - Jacqueline Jacobsen,
    Karlsruhe
 

FREIE SYSTEMISCHE AUFSTELLUNGEN
Erfahrungsberichte


Inhalt:

Mein Kind - (verhaltensge-) stört?  
Alle Kinder sind gut ... und ihre Eltern auch  
Die Weisheit der Kinderseele  
Die Wirkung, wenn Eltern hinter ihren Kindern stehen  
Warum Aufstellungen?  
Eine klassische Familienaufstellung oder das Geschenk vom Universum  
Aufstellung: meine Mutter und ich  




Mein Kind - (verhaltensge) stört?
"Das Freie Aufstellen" weckt Hoffnung für Eltern

... verhaltensgestört. Für Eltern eine niederschmetternde Diagnose, die meist regelmäßige Therapiestunden, immer häufiger die Einnahme von Ritalin und manchmal auch die Versetzung in eine Schule für verhaltensauffällige Kinder für das Kind zur Folge hat. Für manchen ist dies die einzige mögliche und richtige Lösung. Für die, die nach etwas anderem suchen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Das Freie Aufstellen. Durch die Sichtweisen des Freien Aufstellens habe ich immer wieder feststellen dürfen, dass das (gestörte oder störende, auffällige) Verhalten meiner Kinder für mich ein Hinweis auf meine eigenen Probleme ist (= Spiegel meiner Probleme). Seit ich Das Freie Aufstellen und seine Sichtweisen durch Olaf Jacobsen kennen gelernt habe und für meine eigene Problemlösung nutze, ist es für mich immer wieder faszinierend zu erleben, dass sich das Verhalten meiner Kinder mit jeder meiner Problemlösungen positiv verändert. Zunächst habe ich nur die freien Aufstellungen zur Lösung meiner Probleme genutzt. In der Zwischenzeit bin ich in der Lage, die Sichtweisen des Freien Aufstellens weitestgehend in meinen Alltag zu integrieren, so dass ich meine Probleme vor Ort (im Alltag) lösen kann.

Nun stellt sich die Frage, wieso ändert sich das Verhalten der Kinder, wenn man seine eigenen Probleme löst?
In systemischen Aufstellungen zeigt sich eine natürliche, menschliche Gabe, die sogenannte "repräsentierende Wahrnehmung" - eine "Gefühls-Telepathie", die man genauso überall im Alltag entdecken kann: Sobald man in Kontakt mit einem anderen Menschen tritt, steht man (meist unbewusst) in Resonanz mit ihm - mit seinen Bedürfnissen und Problemen. Man nimmt den anderen Menschen wahr, indem man beobachtet, was man in sich selbst vorfindet - die eigenen Gefühle, das eigene spontane Verhalten. Mit allem was man tut und sagt, bietet man dem anderen einen Spiegel, durch den er Erkenntnisse über sich selbst gewinnen kann. Oder aber man kann erkennen, dass der andere mit seinem Verhalten, seinen Worten und seinen Gefühlen, die er uns gegenüber ausdrückt, als Spiegel dient. Alle Kinder sind Meister im Spiegeln. Wenn man als Eltern erst einmal verstanden hat, dass die eigenen Kinder mit ihrem (gestörten, störenden) Verhalten die Probleme der Eltern spiegeln, kann man von ihnen viel sehen und lernen.
Hierzu ein kleines Beispiel wie genial die Kinder das, was sie durch die natürliche "Gefühls-Telepathie" wahrnehmen, ausdrücken können:
Kürzlich führte ich ein Telefonat, wobei der Anrufer und ich versuchten, unsere gegensetzlichen Gefühle auf einer anderen Ebene zu integrieren - zu verstehen. Als es uns schließlich gelungen war, unsere Gefühle durch eine stimmige Deutung "unter einen Hut" zu bekommen, kam mein Sohn in das Zimmer und zitierte: "Dunkel war's der Mond schien helle, als ein Auto blitzeschnelle langsam um die Ecke fuhr ..." Sie kennen sicherlich den Text der Gegenteiliges vereint. Mein Sohn hatte von dem Gespräch und der Lösung nichts mitbekommen und es doch durch die natürliche Gefühlstelepathie wahrgenommen und ausgedrückt.
Genauso wie mein Sohn erspüren konnte, dass sich in meinem Telefonat eine Lösung ergeben hat, genauso spüren die Kinder meine Probleme, meine inneren Konflikte, die mir oft gar nicht bewusst sind. Da sie meine Probleme wahrnehmen und mit ihrem Verhalten mir gegenüber ausdrücken, kann ich mir - wenn ich meine Kinder genau beobachte - mein unbewusstes Problem bewusst machen. Durch die Bewusstwerdung wird dann ein Lösungsprozess angeregt. (So funktionieren auch Aufstellungen, die auch etwas Unbewusstes ans Licht bringen, womit dann lösungsorientiert gearbeitet werden kann.)
Aus Erfahrung weiß ich, dass die Kinder unter Umständen sehr unter der Stellvertreterrolle leiden können. Nutzen die Eltern den von den Kindern gebotenen Spiegel zur persönlichen Problemlösung, so können die Eltern die Kinder entlasten. Die Kinder können wieder Kind - sie selbst sein.
Im Rahmen der freien Aufstellungen (systemischen Aufstellungen in einer sehr freien Form) kann man intensive Erfahrungen machen, die man zur Lösung der eigenen Probleme und zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen kann. Das Freie Aufstellen zeigt dabei neue Wege im lösungsorientierten Umgang mit Aufstellungen und Alltagssituationen.
In einer freien Aufstellung kam bei mir das Thema "Unerreichbarkeit" ans Licht, das ich bereits in der Aufstellung lösen konnte. In den darauf folgenden Tagen hat sich das Verhalten meines Sohnes sehr positiv verändert. (Er zeigte vorher Verhaltensweisen, die an Vernachlässigung denken ließen.) Durch diese Erfahrung wurde mir klar, dass ich mir als Elternteil noch so sehr Mühe geben kann; ich werde erst dann dauerhafte Veränderungen bei meinem Kind erreichen, wenn ich meine eigenen Probleme gelöst habe. Besonders bestätigt sehe ich mich darin, dass bei den Menschen, zu denen meine Kinder sehr intensiven Kontakt haben (Familienmitglieder) und die die gleichen Probleme haben wie ich sie hatte, diese aber bis dato nicht gelöst haben, sich meine Kinder noch genauso verhalten wie zuvor. Je mehr Zeit Erwachsene mit Kindern verbringt, desto deutlicher agieren die Kinder als Spiegel. Deshalb können auch andere Erwachsene, wie Lehrer, Betreuer im Kindergarten und Vereinen etc. den Spiegel denen ihnen anvertrauten Kindern nutzen, um ihr Probleme zu lösen.

Hierzu ein Beispiel, das zeigt, wie schnell die Änderungen erfolgen können:
Den ganzen Tag gab es immer wieder ähnliche Situationen mit meinen Kindern, mit denen ich massiv Probleme hatte. Ich habe mich genervt gefühlt und mich sehr aufgeregt. Am Mittagstisch "spielten" mir die Kinder dann nochmals eine ähnliche Situation, die mich dann endlich ins Nachdenken brachte. Ich habe mich gefragt, was die Kinder mir schon den ganzen Tag spiegeln und habe diesmal das Problem von mir sofort erkannt. Das Erstaunliche für mich war dann zu erleben, dass die Kinder sofort mit ihrem "nervenden" (spiegelnden) Verhalten aufhörten. Ich habe es kaum glauben können.
(nach oben)


"Alle Kinder sind gut. … und ihre Eltern auch."
Mit diesen Worten eröffnete Bert Hellinger die 5. Internationale Tagung für Systemaufstellungen (vom 04. bis 07. Mai 2005 in Köln).
In vielen Vorträgen und Workshops fand ich die Bestätigung meiner Erfahrungen, dass sich (vor allem) Kinder immer richtig verhalten. Hellinger erläuterte das Wort "verhaltensgestört" wie folgt: "<Verhaltensgestört> bedeutet: Verhalten, das stört - mehr nicht."
Das Thema "Kinder" war auf der Tagung ein stark vertretenes Thema. Dabei wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass das (gestörte, störende, auffällige) Verhalten der Kinder uns Erwachsenen etwas zeigen möchte. Es zeigt unsere ungelösten Probleme, z. Bsp. eine nicht gelebte Trauer, eine Person, die aus der Familie ausgeschlossen wurde, ein nicht verarbeitetes Erlebnis, nicht gelebte, seelische Schmerzen bezüglich der eigenen Eltern, u.v.m. Aufgrund meiner Erfahrung "lohnt" es sich, über das Verhalten der Kinder nachzudenken, zu überlegen und sich Fragen zu stellen:
Wofür kann das Verhalten meines Kindes ein Hinweis sein?
Woher kenne ich die Gefühle, die das Verhalten meines Kindes in mir auslöst?
Wer von meinen Ahnen verhält/verhielt sich ähnlich oder genauso?
Wer wurde aus der Familie ausgeschlossen (ermordet, entmündigt, abgetrieben, in eine psychiatrische Klinik/Heim/zur Adoption gegeben, mit wem wird Kontakt vermieden, Selbstmord, Unfall…)?
Hat ein Elternteil oder ein Vorfahr seine Mutter oder seinen Vater früh verloren?
Welche schweren Schicksalsschläge/Geheimnisse (z. Bsp. Missbrauch o.ä.) gab es in der Familie?


Es zeigt sich immer wieder, dass die Kinder genau spüren, wenn seine Eltern sich gegenüber eines oder mehrerer Themen verschließen, z. Bsp. den Tod eines geliebten Menschen nicht oder nur wenig betrauern. Dabei baut dieser Erwachsene eine Distanz zu sich und seinen Gefühlen auf. Das Kind spürt die Distanz und gerade weil für Kinder die (emotionale) Nähe der Eltern sehr wichtig (lebenswichtig) ist, machen sie unbewusst darauf aufmerksam, damit die Eltern diese Distanz lösen können.
Wenn all das wieder ins Blickfeld kommt, wenn darüber wieder gesprochen wird, wenn die Tränen der Trauer wieder frei fließen dürfen und können, dann fühlt das Kind wieder die Nähe zu den Eltern und hört auf, sich auffällig zu verhalten.
Und auch die Wünsche des Kindes - alle! sind ernst zu nehmen, d.h. nicht immer alle Wünsche zu erfüllen, sondern ernst zu nehmen, beachten. Gerade wenn die Wünsche des Kindes sich (angeblich) gegen die Wünsche der Eltern richtet. "Ernst nehmen" heißt, sich als Eltern zu fragen, warum bestehen hier in der Gegenwart zwei sich hindernde Wünsche - die der Eltern und die der Kinder? Welchen Sinn haben sie? Ich habe von irgendjemanden den Satz gehört: "Ich bin meine Ahnen!" So wie ich meine Ahnen bin, so ist auch das Kind seine Eltern, d.h. umgekehrt: das Kind ist ein Teil von mir, so dass die Wünsche meines Kindes die Wünsche eines Teiles von mir sind. Wenn ich mir als Mutter vorstelle, dass die Wünsche meines Kindes auch meine Wünsche sind, dann nehme ich die Wünsche meines Kindes ernst - dann nehme ich mein Kind ernst. Wenn ich aber die Wünsche meines Kindes abwerte, dann werte ich auch einen Teil von mir selbst ab.

Ein Beispiel:
Ich wollte neulich meine kleine Tochter (9 Jahre) um 18.00 Uhr vom Fußball abholen, doch das Training ging bis 18.30 Uhr. Ich hatte aber um 19.00 Uhr Chorprobe. Sie hatte den Wunsch an dem Training bis zum Ende teilzunehmen und ich den Wunsch um 19.00 Uhr bei der Chorprobe zu sein und noch vorher zu essen. Hier gab es zwei sich konkurrierende Wünsche. Es fiel mir nicht leicht bis 18.30 Uhr zu warten, dann nach Hause zu fahren, schnell zu essen, um dann doch noch pünktlich um 19.00 Uhr bei der Probe zu sein. Doch ich hätte mir das alles sparen können, denn der Chor hatte ganze 20 Minuten gebraucht, bis sie mit Reden, Begrüßen und Aufbauen fertig waren. Im Nachhinein konnte ich erkennen, dass der Wunsch meiner Tochter mir zeigen wollte, dass mein Druck und meine Eile unbegründet waren und die Chorprobe lange nicht so wichtig ist. In der darauf folgenden Nacht fiel mir der Satz "Ich bin meine Ahnen!" wieder ein und habe mich dazu entschlossen, die Wünsche meiner Kinder ernst zu nehmen.

Noch ein Beispiel:
Ich bin mit meinen Kindern zum Schwimmbad gefahren, doch leider waren wir 45 Minuten zu früh. Das Schwimmbad war noch geschlossen. So vertrieben wir uns die Zeit auf dem Spielplatz davor. Die Kinder tobten auf dem Spielplatz herum und ich saß genervt und energielos auf einer Bank. Der Wunsch meiner Kinder wäre es gewesen, dass ich mit ihnen zusammen auf dem Spielplatz tobe. Doch ich konnte nicht. So saß ich auf der Bank und fragte mich, warum ich den Kindern nicht den Wunsch erfüllen kann und warum ich mich so energielos fühle.
Nach einer Weile kam ein junges Paar mit zwei Kindern (ca. 2 und 4 Jahre alt) zu dem Spielgerät, auf dem meine Kinder ausgiebig Spaß hatten. Auf diesem Gerät kann man durch kräftiges "Draufspringen" den anderen hoch hüpfen lassen. Der Mann, der auf mich sehr liebevoll und sehr offen wirkte, fragte meinen Sohn, ob er 'mal draufspringen soll, damit mein Sohn noch viel höher hüpfen könne als durch seine viel leichtere Schwester. Mein Sohn sagte begeistert "ja". Eine ganze Weile stellte sich dieser fremde Mann meinen Kindern zur Verfügung, um ihnen jede Menge Spaß zu bringen. Ich war tief berührt und kämpfte darum, meine Tränen zu verstecken.
Der Mann und auch seine ganze Familie (Frau und Kinder) haben in mir einen alten, tiefen Schmerz berührt: mein unerfüllter Wunsch aus der Kindheit in so einer Familie - liebevoll, offen, geborgen - aufzuwachsen.
Erst zu Hause konnte ich mich meinem Schmerz und meinen Tränen hingeben.

Meine Reaktion (Energielosigkeit) auf die Wünsche meiner Kinder zeigte mir, dass irgendetwas nicht stimmte. Mit Hilfe des Mannes und seiner Familie und meiner Reflexion über das, was in mir vorging, konnte mir der Schmerz bewusst werden.
(nach oben)

 


Die Weisheit der Kinderseele
Das Telefon klingelte. Es war die Lehrerin meines Sohnes : "Bitte holen Sie sofort Ihren Sohn von der Schule ab. Er hat wieder einen seiner impulsiven Wutanfälle bekommen und ist nicht mehr zu bändigen!" - "Schon wieder", ich war völlig verzweifelt. In dem Gespräch mit der Lehrerin ein paar Tage später erklärte sie mir, dass das Verhalten meines Sohnes darauf hinweist, dass er einerseits nach Aufmerksamkeit sucht und andererseits nicht weiß, wie er emotional richtig in bestimmten Situationen reagieren soll. Sie empfahl mir, mich mehr um ihn zu kümmern und therapeutischen Rat zu suchen.
Therapeutischen Rat? Das hatte ich schon vor einem Jahr versucht. Bei den durchgeführten psychologischen Tests hatte ich das Gefühl, dass mein Sohn den Therapeuten zum Narren gehalten hat und der Therapeut das gar nicht gemerkt hat. Ergebnis war: "Ihr Kind braucht Ritalin!" Ich habe mich klar gegen Ritalin entschieden und bin gegangen. Eine weitere Untersuchung bei einem anderen Therapeuten brachte andere Ergebnisse, wobei Ritalin auf keinen Fall das Mittel der Wahl war. Als ich diesem Therapeuten gegenüber die Systemischen Aufstellungen erwähnte, war er sehr begeistert und unterstützte meine Entscheidung.
So begann ich mir viele Gedanken zu machen: Wie viel Aufmerksamkeit braucht ein 9-jähriges Kind? Kümmere ich mich wirklich noch zu wenig um ihn? Aber eigentlich hatte ich schon das Gefühl, dass ich mich genug um ihn kümmere. Was mache ich dann noch falsch? Ich arbeite nur drei Vormittage in der Woche, sorge täglich für drei regelmäßige, gemeinsame Mahlzeiten, Hausaufgabenbetreuung, gemeinsame Aktivitäten, Gespräche und abends vor dem Schlafengehen wird gekuschelt. Und doch musste ich gestehen, die Lehrerin hatte Recht. Das Verhalten meines Sohnes entsprach dem eines Kindes, das nicht genug Aufmerksamkeit bekommt.
Eine Erfahrung in meinem Alltag (Aufstellung im Alltag) und eine Aufstellung in Bezug zu dem Problem meines Sohnes an einem Aufstellungswochenende brachte bei mir das Thema: "Unerreichbarkeit" zum Vorschein. Sowie meine Eltern für mich als Kind emotional unerreichbar waren, so war ich für meinen Sohn unerreichbar. Wobei es besonders tragisch ist, dass die Unerreichbarkeit unbewusst vorhanden war. Hinter meiner emotionalen Unerreichbarkeit steckte ein tiefer emotionaler Schmerz, den ich noch nicht verarbeitet hatte. Die Aufstellungen brachten diesen Schmerz ins Bewusstsein, so dass ich diesen durch reichlich Tränen verarbeiten konnte. Die an Körper und Seele gespürte Erfahrung der Aufstellung führte zu einer anderen inneren Haltung, die sofort Wirkung im Alltag gezeigt hat.
In den folgenden Tagen zeigte sich an dem Verhalten meines Sohnes, dass ich mehr und mehr für meinen Sohn (emotional) erreichbar war. Die Situation entspannte sich zunehmend. Das Erstaunliche für mich war, dass ich ganz "mühelos" erreichbar war. Erst nachdem ich mein Problem der Unerreichbarkeit gelöst hatte, ist mir aufgefallen, wie viel Kraft mich die intensive Betreuung meiner Kinder immer wieder gekostet hatte.
Durch diese Erfahrung wurde mir klar, dass ich mir als Eltern(teil) noch so sehr Mühe geben kann; ich werde erst dann dauerhafte Veränderungen bei meinem Kind erreichen, wenn ich meine eigenen Probleme gelöst habe. Besonders bestätigt sehe ich mich darin, dass sich meine Kinder bei anderen Menschen noch genauso verhalten wie zuvor, weil diese ihr Probleme, die die gleichen sind wie ich sie hatte, bis dato noch nicht gelöst haben.
Kinder in ihrer natürlichen, spontanen Art agieren im Alltag sehr häufig als Stellvertreter, als Spiegel für Eltern, Lehrer usw. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Kinder durch die Stellvertreterrollen einerseits wertvolle Erfahrungen machen, aber andererseits - weil sie sich der Stellvertreterrolle gegenüber den Erwachsenen (vor allem Eltern) nicht bewusst sind - unter Umständen sehr unter der Rolle leiden können. Nutzen die Eltern und Erwachsenen den von den Kindern gebotenen Spiegel zur persönlichen Weiterentwicklung, so können die Eltern durch die Lösung ihrer eigenen Probleme die Kinder entlasten. Die Kinder übernehmen dann nicht mehr die Stellvertreterrolle, sind entlastet, frei, können wieder Kind sein und fühlen sich ernst genommen.
Seit ich den Spiegel meiner Umwelt (= Aufstellungen im Alltag) sehr bewusst und lösungsorientiert für mich nutze, mache ich immer wieder die Erfahrung, dass sich das Verhalten meiner Mitmenschen tatsächlich ändert, wenn ich ein Problem lösen konnte. Ganz extrem habe ich es im Kontakt mit meinen Kindern erfahren:
Den ganzen Vormittag gab es immer wieder ähnliche Situationen mit meinen Kindern, mit denen ich massiv Probleme hatte. Ich musste immer wieder notwendige Grenzen setzen, gegen die sich meine Kinder widersetzt haben. Dadurch habe ich mich genervt gefühlt und mich sehr aufgeregt. Am Mittagstisch "spielten" mir die Kinder dann nochmals eine ähnliche Situation, die mich dann endlich ins Nachdenken brachte. Normalerweise fühle ich dann in mich hinein und versuche meine Gefühle in Worte zu fassen. Oft nutze ich dazu mein Tagebuch und schreibe alle Gefühle und Gedanken einfach hintereinander auf, ohne auf Zusammenhänge zu achten. Wenn ich den "Ist-Zustand" schriftlich "erfasst" habe, suche ich nach dem verbindenden Gedanken. Denn alles, was ich in Bezug auf mein Problem an Gedanken habe, gehört zusammen. Doch an diesem Tag brauchte ich den "Umweg" mit dem Tagebuch nicht. Ich habe mich nur gefragt, was die Kinder mir schon den ganzen Vormittag spiegeln und habe das Problem von mir sofort erkannt. Mir wurde bewusst, dass ich beim "Grenzen-Setzen" zusätzlich das Verhalten meiner Kinder abwerte, wodurch eine Strenge entsteht, die den Kindern indirekt sagt: "Dein Verhalten ist falsch.". Dagegen haben sie sich verständlicherweise gewehrt. Diese Strenge habe ich als Kind genauso erfahren. Wenn ich jetzt die notwendigen Grenzen setze, ohne das Verhalten der Kinder abzuwerten, setze ich liebe- und verständnisvoll Grenzen und es entsteht Klarheit (anstatt Strenge).
Das Erstaunliche für mich war dann zu erleben, dass die Kinder sofort mit ihrem "nervenden" (spiegelnden) Verhalten aufhörten. Ich habe es kaum glauben können.
Hierbei sei noch erwähnt, dass jenes Verhalten der Eltern (z. B. liebevolles Grenzen setzen), das bei den Kindern schmerzliche Gefühle auslöst, zur Erziehung gehört und dem Kind genau die richtige Erfahrung bietet, die es braucht, um sich weiterzuentwickeln.
Es gibt in der Erziehung wie auch im Leben kein "richtig" oder "falsch"; es gibt nur Erfahrungen und die sind alle sehr wertvoll.
(nach oben)


Die Wirkung, wenn Eltern hinter ihren Kindern stehen
Am einem Dienstag kam mein Sohn in Tränen aufgelöst von der Schule heim; Peter (Namen geändert) und auch andere Jungs ärgern ihn immer und er will nicht mehr in die Schule gehen. Ich versuchte mit ihm zu reden, doch er hatte sich in seine Höhle zurückgezogen - nichts zu machen. Am nächsten Morgen war ihm schlecht. Da sowohl seine Schwester tags zuvor und auch ich an dem Morgen über Übelkeit und etwas Durchfall klagten, ließ ich ihn ohne groß nachzufragen zu Hause. Als er aber vormittags Computer spielen wollte, kam mir das Ganze etwas spanisch vor. Ich fragte ihn, was er für ein Problem hätte, dass er nicht in die Schule gehen, aber dennoch Computer spielen könne. Und er erwähnte das Problem mit den Jungs, die ihn immer ärgern. Ein längeres Gespräch und Nachdenken wie man das Problem lösen könnte, brachten keine Lösung. Ich machte ihm dann diverse Vorschläge wie er mit den Jungs umgehen könnte, doch keiner der Vorschläge machte ihm Mut, es 'mal auszuprobieren. So stellte ich folgenden Stufenplan auf: erste Stufe: ich gebe der Lösungsfindung durch ihn und mich für zwei Tage Raum, dann würde ich die Klassenlehrerin mit einbeziehen. Wenn die Einbeziehung von der Lehrerin auch keine Lösung bringt, dann würde ich als nächste Stufe mit den Jungs reden und als übernächste Stufe mit ihren Eltern. Die Stufe "Klassenlehrerin" hat er dankbar angenommen, die weiteren Stufen will er nicht - verständlicherweise. Außerdem setzte ich folgende Grenze: solange das Problem mit den Jungs für ihn nicht gelöst ist - und die Lösung muss so gut sein, dass er im nächsten 1/2 Jahr nicht nochmals wegen diesem Problem zu Hause bleiben will - gibt es kein Computerspielen, denn beim Computerspielen kann man nicht nachdenken.
Am 2. Tag wieder: Ihm ist schlecht, kann nicht zur Schule gehen, obwohl es ihm gestern Mittag gut ging. Dies schien mir der Beweis dafür zu sein, dass sein Problem mit den Jungs ziemlich heftig ist. Ich redete nochmals mit ihm, bot ihm an, ihn zur Schule zu fahren und die Lehrerin sofort einzuweihen. Dabei stellte sich heraus, dass die Lehrerin heute nicht in der Klasse, nicht in der Schule ist. Ich erkundigte mich bei Maximilian, ob es irgendeinen Lehrer(in) heute bei ihm gibt, dem/der ich sein Problem anvertrauen könne und er verneinte es mit ausführlichen Erklärungen. Da ich an diesem Morgen mit meinem Partner zusammen einen Aufstellungsworkshop leitete, machte ich ihm das Angebot: entweder du kommst mit uns oder du gehst zur Schule. Er ging mit. Er schien wirklich alles zu tun, um nicht zur Schule zu müssen - das Problem musste wirklich groß sein. Er nahm alles auf sich: kein Computer spielen, zu Hause bleiben auch nachmittags, mit zum ‚Aufstellen' kommen.
Obwohl wir an diesem Vormittag beide den Workshop gemeinsam begleiteten, waren die Teilnehmer mehr als einverstanden, dass ich mein Thema für meinen Sohn aufstellte. Von dieser Aufstellung möchte ich kurz berichten:


Ich nehme folgende Abkürzungen:
S = mein Sohn J = Junge oder Jungs, die ihn immer ärgern,
Va = Vater des Sohnes Mu = Mutter des Sohnes,
L = Lehrerin

Ich stellte verdeckt auf, d.h. ich habe 2 Stellvertreterinnen ausgesucht, ihnen aber nicht mitgeteilt, wen sie darstellen und die beiden Frauen sind nur ihrem Gefühl gefolgt und haben nur aus ihren Gefühlen heraus gehandelt und berichtet.

Zunächst habe ich nur S und J aufgestellt.
J läuft in sich zusammengesunken herum, S mal vorsichtiger, mal schneller hinterher, will an die linke Seite von J ("linke Seite" bedeutet: dass S sich J zur Verfügung stellt). J läuft vor S weg.
J berichtet, dass er sich zutiefst verletzt fühlt (nicht von S) und niemanden an sich heranlassen will. S soll ihn in Ruhe lassen. (später berichtete die Stellvertreterin noch, dass sie aggressiv geworden wäre - geschlagen hätte, wenn die Stellvertreterin von S näher gekommen wäre)
S berichtet, dass er sich an die linke Seite von J stellen möchte, dass er ihm helfen möchte, die Hand auf den Rücken legen.

Irgendwann stehen sich J und S gegenüber in einem großen Abstand.
J berichtet von einem Zwiespalt: einerseits "tiefe Verletzung und Rückzug" anderseits "Wunsch nach Kontakt zu S"
S schaut J an, kann aber den Anblick kaum ertragen, spürt den Schmerz von J. Das ist unerträglich für S - will helfen und kann nicht, was auch unerträglich ist.

Nun haben wir etwas experimentiert und verschiedene Personen einzeln in die Aufstellung geschickt, ohne dass die Stellvertreter wussten, wen sie darstellten.
1. Als erstes haben wir die Mu hinter S gestellt. Ergebnis:
S fühlt sich sichtlich besser, kann zu J hinschauen ohne den Schmerz zu spüren, die Unerträglichkeit ist weg.
J ist erleichtert, kann zu S schauen, doch nur sehr schwer - aber es geht.

2. Dann Mu wieder raus und Va hinter S gestellt. Ergebnis:
S fühlt sich genauso: kein Schmerz, keine Unerträglichkeit, fühlt sich besser UND es fließt noch mehr Energie, fühlt sich stärker.
J ist noch mehr erleichtert und kann jetzt zu S schauen - ohne Probleme

An dieser Stelle haben wir aufgedeckt, d.h. die Stellvertreter wussten nun, wen sie darstellen. Das Symbol "Eltern stehen hinter ihrem Kind" war mir zu diesem Zeitpunkt klar. Und es zeigt sich ganz klar, dass sich mein Sohn am stärksten fühlt, wenn vor allem der Vater hinter ihm steht. Doch auch schon bei der Mutter zeigte es gute Ergebnisse.
Doch wie setze ich das in den Alltag um?
Die Stellvertreterin der Mu fängt an zu probieren: Wie wirkt das auf die Stellvertreterin von S, wenn ich sage: "Ich als Deine Mutter stehe hinter Dir, S, wenn ich bei allem, was du tust oder nicht tust, zu dir stehe, ohne dir Vorwürfe zu machen, und dich bei deinen Problemen begleite und nicht gegen dich arbeite." (dagegen arbeiten = Vorwürfe machen, kritisieren, schlecht machen etc.)
Daraufhin meinte S: "Das fühlt sich gut an!"

(Mein Sohn hatte mitbekommen, dass Mutter und Vater aufgestellt wurden und dass wir die Wirkung getestet haben. Daraufhin meinte er, dass wir doch 'mal die Lehrerin aufstellen sollen. Wir haben seinen Impuls sofort aufgegriffen. Va wieder raus und L rein.)

3. Sowohl mein Partner als auch die Stellvertreterin von L hatten den Impuls, dass L sich in ca. 1 - 2 m Abstand rechts von S stellen sollte. Ergebnis:
S fühlte sich damit gut, meinte aber, dass er L nicht im Blickfeld haben müsse. Er braucht nur die Sicherheit, dass sie da ist - im Hintergrund.
J fühlt sich nicht gut, will nicht das L bei S steht.
L berichtet, dass sie es auch gerne vermeiden würde zu einem der Kinder einen näheren Abstand zu haben als zu dem anderen und fängt an ihren Platz zu suchen. Geht zu J rüber an die rechte Seite.
Nun fühlt sich J gut, der sogar meint, dass er sie braucht.
S berichtet, dass er L aber nicht im Blickfeld haben möchte und sich deshalb jetzt nicht mehr so wohl fühlt.
L greift ein, bittet die Kinder S und J enger beisammen zu stehen. Es ergibt sich ein Abstand von ca. 2 m zwischen den beiden: J rechts, S links und L positioniert sich in der Mitte hinter den beiden. So geht es beiden Kindern mit L gut.
S geht es gut, berichtet er.
J geht es gut, kann schauen, doch er hat immer noch den Zwiespalt: "Verletzung/Rückzug" und "Wunsch nach Kontakt".

In diesem Moment hat die Stellvertreterin von L den Impuls noch etwas auszuprobieren und sie stellt 'verdeckt' jeweils 2 Kissen hinter beide Kinder. Beiden Kinder geht es sofort viel besser.
J berichtet von einem weiterem Gefühl, dass ihm jetzt klar wird: er fühlt sich misstrauisch, vor allem dem gegenüber, was jetzt direkt hinter ihm steht (das, was durch die Kissen repräsentiert wird), hat Angst davor, betont, dass er L braucht.
Es wird aufgedeckt: die beiden Kissen hinter den Kindern sind ihre Eltern.

Es gibt in viele Berichten von Aufstellern, die mit Kindern und Jugendlichen bzw. mit Lehrern, Eltern und Jugendämtern arbeiten, zu lesen, dass es den Kindern immer dann besser geht, wenn die Eltern in den achtungsvollen Blick kommen; wenn der Lehrer, Therapeut … die Eltern achtet wie sie sind und das ungeachtet wie sie sind. Bert Hellinger hatte in Köln auf dem 5. Internationalen Kongress für Systemische Aufstellungen seine Veranstaltung mit den Worten eröffnet: Alle Kinder sind gut … und Ihre Eltern auch.
Während ich das erzählte, meinte J, dass er so langsam Vertrauen fasst, er braucht L aber. Und nach einer Weile macht J den Vorschlag, sich mit S an den Händen zu fassen und spielen zu gehen.

-------------- Ende der Aufstellung -----------------

Anschließend tauchte nochmals die Frage auf, wie man das "Hinter-mein-Kind-stellen" in den Alltag übertragen kann. Die Stellvertreterin von S konnte dazu aus ihrer eigenen, positiven Erfahrung mit ihren Eltern berichten: Sie selbst war auch immer Einzelgänger, von allen gehänselt, geärgert und ihre Eltern haben immer wieder zu ihr gesagt: "Kind, was immer du tust, wir stehen immer hinter dir, wir stehen immer zu dir, halten zu dir. Ob du schlechte Noten schreibst, ob du die Schule wechseln willst. Egal wie du dich entscheidest, wir begleiten dich darin!" Allein schon diese Sätze immer wieder von ihren Eltern zu hören, hat ihr gut getan und ihr eine große Sicherheit gegeben.
Mir kam dann noch eine weitere Deutung für das "Hinter-mein-Kind-stellen":
"Nimm jeden Impuls und jeden Nicht-Impuls (z.B. ich mache keine Hausaufgaben/ich gehe nicht in die Schule) deines Kindes ernst und begleite dein Kind in seiner Entscheidung.

Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit nicht immer zu meinem Sohn stehen konnte, bezüglich seiner ‚schlechten' Noten, seines Verhaltens, etc. Wie ja auch die Notwendigkeit der Aufstellung zeigte. Ich hoffe, dass es mir in Zukunft immer mehr gelingen wird. Nach der Aufstellung und nach dem anschließenden Gespräch kam dann mein Sohn von seinem Spiel mit Playmobil-Rittern zu mir rübergekrabbelt, kuschelte sich an mich und ich konnte ihm den Satz aus tiefem Herzen sagen.

Dazu fällt mir noch ein Bsp. ein: Vor den Pfingstferien kam mein Sohn nach Hause auch in Tränen aufgelöst und meinte, er ginge nicht mehr in Französisch. In einem Gespräch erkundigte ich mich nach dem Problem, wobei herauskam, dass einige in der Klasse laut waren und deshalb die ganze Klasse ein Diktat schreiben musste. Ich gab meinem Sohn zu verstehen, dass ich seinen Ärger verstehen kann, zumal Französisch ein freiwilliges Fach ist und einfach nur Spaß machen sollte. Beiläufig fügte ich noch bei, dass ich glaube, dass sich die Lehrerin einfach hilflos fühlte, weil sie die Klasse nicht ruhig bekam und deshalb so reagiert hat. Dennoch war ich bereit, ihn für die nächste Französisch-Stunde zu entschuldigen, um ihm Zeit zum Überlegen zu geben und uns die Möglichkeit, das Problem mit der Lehrerin zu bereden. Wenn die Lehrerin dann nicht positiv im Sinne meines Sohnes reagiert, dann war ich auch bereit, ihn abzumelden. Also schrieb ich eine Entschuldigung. In einem weiteren Gespräch mit meinem Sohn wollte ich für mich klären, ob er bereit wäre, wieder in den Französisch-Unterricht zu gehen, wenn sich durch ein Gespräch mit mir und der Lehrerin ihr Verhalten ändert. Die Antwort war ein klares Nein und so schrieb ich dann noch eine Abmeldung. Ich war sogar bereit, die Abmeldung persönlich in der Schule abzugeben. Doch das wollte mein Sohn nicht und steckte die Abmeldung in seine Tasche, die er dann doch nicht abgegeben hat, weil er weiterhin den Unterricht besucht.

Jetzt nach der Aufstellung glaube ich, dass es damals vor den Pfingstferien meinem Sohn gar nicht so wichtig war, dass er nicht mehr in Französisch gehen muss, sondern, dass er das Gefühl bekam, dass ich zu ihm stehe, ihn verstehen und unterstütze. Allein das "Zu-ihm-stehen" gibt ihm den Rahmen, seine Probleme ‚durchzustehen' und für sich - manchmal auch im Stillen - eine Lösung zu finden.

Parallel dazu konnte ich erkennen, dass es mir schon immer schwer fiel, die Impulse anderer Menschen - auch die meines Sohnes, Partners - wirklich ernst zu nehmen, indem ich mich frage, was mir das Verhalten des anderen spiegelt, was mir ihr Verhalten sagen will, was ihr Verhalten mit mir zu tun hat. Stattdessen habe ich dem anderen die Schuld für meinen Schmerz, meine Verletzung gegeben und ihnen Vorwürfe gemacht.
Auch diese Aufstellung, die eigentlich auf einem Problem meines Sohnes basierte, zeigte mir, dass das Problem und die Lösung nicht beim Kind zu suchen ist, sondern bei den Eltern. In diesem Fall bei mir.
(nach oben)


Warum Aufstellungen?
Ich kam völlig erledigt nach Hause - ein sehr intensives Aufstellungswochenende lag hinter mir. Wie oft Sonntagabend rief ich meine Mutter an, um ihr ein wenig von meinen neuen Erfahrungen, Erkenntnissen und durchlebten Prozessen zu erzählen. Zu diesem Zeitpunkt steckte ich immer noch in einem Lösungsprozess (Schmerzverarbeitung durch Tränen) - dessen war ich mir bewusst. Ich selbst bin inzwischen froh, wenn ich in einen Lösungsprozess gerate, da sich dadurch zeigt, dass ein Problem in Kürze gelöst sein wird. Andere Menschen, die mich im Lösungsprozess erleben, können damit oft nicht umgehen. Es gibt nichts Schlimmeres - und ich glaube, dass es vor allem auch ein Gesellschaftsproblem ist - als in Tränen auszubrechen, ständig "nah am Wasser gebaut zu sein". Tränen und Krisen sind in unserer Gesellschaft genauso ein Problem wie seelischer Schmerz und der Tod. So machte sich an diesem Abend auch meine Mutter große Sorgen: "Warum machst du nicht einmal eine Pause? Jedes 2. Wochenende Aufstellungen sind einfach zu viel. Mach' 'mal 'was Schönes, das dich ablenkt."
Ich antwortete: "Du und ich, wir können keine Pause machen. Wir können von den Aufstellungen nicht wegbleiben, weil sie ständig und überall im Alltag stattfinden - außer du lebst ganz für dich allein, ohne jeglichen menschlichen Kontakt und selbst dann bietet dir deine Umwelt eine gewisse Aufstellung. Ja, und ich kann mich ablenken. Aber das will ich nicht. Damit würde ich den Spiegel ignorieren und weiterhin unter den schmerzlichen Situationen leiden. So leide ich nur noch jetzt im Lösungsprozess und danach komme ich mit diesen Situationen besser zurecht."
Warum?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Situationen in meinem Leben gibt, die in ähnlicher Weise immer wieder so auftreten (= Muster) und ich immer wieder darunter leide. (z. B. dass meine Partnerbeziehungen immer wieder auseinander gehen; dass ich immer wieder einen ähnlichen Chef habe, mit dem ich einfach nicht zurecht komme, dass ich immer wieder die gleichen Probleme in der Kindererziehung habe...)
Ziel ist es, mit den Situationen, unter denen ich leide, gelassener umzugehen (ohne Leidensdruck) bzw. zu lernen, schmerzhafte Situationen sofort zu verarbeiten, indem ich mein Gefühl zulasse.
Ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, dass man wirklich alles aufstellen kann:
- Familie/Partnerschaft (Familienaufstellung)
- Firmenprobleme (Organisationsaufstellung)
- Körper/Krankheit (Körperaufstellung)
- Probleme (Problemaufstellung nach M. Varga de Kibéd)
- Situationen (z. B. Prüfungen, wichtige Gespräche, öffentliche Auftritte etc.)
- Gefühle (Angst, Blockaden ...)
- u.v.m. ...
Egal für was man sich entscheidet, in einer Aufstellung zeigt sich oft das Problem bzw. Thema, das im Moment zur (Teil-)Lösung "dran" ist. Ich habe dies immer wieder erlebt. Während der Aufstellung wurde mir oft bewusst, dass mir auch meine Umwelt schon Tage vorher ganz intensiv dieses Thema immer wieder gespiegelt hatte. Häufig sind es meine Kinder, die mir den wertvollen Spiegel bieten.
(nach oben)


Eine klassische Familienaufstellung oder Das Geschenk vom Universum
Gestern habe ich an einem Aufstellungsworkshop "Das Freie Aufstellen" teilgenommen und hatte die Gelegenheit aufzustellen. Beim Freien Aufstellen ist es üblich, dass alle Personen, die selbst etwas aufstellen wollen, auf kleine Zettel geschrieben werden, wovon dann jeweils ein Zettel gezogen wird. Die Person, deren Name gezogen wird darf dann aufstellen. Gestern wurde ich als erste gezogen. Doch ich hatte das Gefühl, dass es für mich nicht passt, dass ich als erste aufstelle. Zum einen war ich ganz neu in dieser Gruppe und wollte mir noch Zeit geben, mich in die Gruppe einzufühlen und zum anderen hatte ich noch kein ganz klares Bild darüber, was ich aufstellen sollte. Ich wusste nur, dass ich aufstellen wollte. Also zog ich einen weiteren Zettel - meine/n Vorgänger/in. Im Laufe des Vormittags wurde mein inneres Bild klarer und ich stellte noch vor der Mittagspause auf. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war es für mich der absolut stimmigste Zeitpunkt, da ich dann die Mittagspause für mich nutzen konnte, um die Aufstellung für mich in Ruhe zu verarbeiten.
Ich hatte im Vorfeld niemandem etwas von meinem inneren Entscheidungsprozeß erzählt, d.h. keiner wusste welches Thema ich aufstellte. Außerdem nutzte ich für mich die Möglichkeit, verdeckt aufzustellen, um zu gewährleisten, dass die Stellvertreter durch die Benennung ihrer Rollen nicht beeinflusst werden. "Verdeckt Aufstellen" bedeutet, dass ich weder das Thema nenne, noch den Stellvertretern mitteile, wen sie für mich darstellen. Ein von mir ausgewählter Stellvertreter, der zum ersten Mal an Aufstellungen teilnahm, meldete Bedenken an, ob er die Rolle überhaupt richtig spielen könne. Ich ermutigte ihn, dass er einfach nur seinem Gefühl folgen solle; es würde schon passen. Dieser Mann repräsentierte meinen Vater. Ich wählte also eine Stellvertreterin für mich, eine für meine Mutter und einen für meinen Vater aus. Die drei Stellvertreter gruppierten sich sofort wie folgt: mein Vater stand rechts, meine Mutter links daneben und meine eigene Stellvertreterin stand davor. Meine eigene Stellvertreterin berichtete, dass sie vor etwas sehr Schwerem, das vom Stellvertreter meines Vaters ausging, zu Boden sinkt. Ich deutete für mich sofort, dass die Schwere durch das schwere Schicksal meines Vaters ausgelöst wurde. Mein Vater wurde im Krieg unehelich geboren; sein Vater war Pilot bzw. Fluglehrer gewesen und war noch vor seiner Geburt mit einem Flugschüler abgestürzt und gestorben. Da Kinder immer in Resonanz zu ihren Eltern stehen und somit ein Gleichgewicht zu ihnen eingehen, fühlte ich bzw. meine Stellvertreterin das schwere Schicksal meines Vaters.
Meine Stellvertreterin sankt auf die Knie und meine Eltern schauten beide auf mich. Nach dem meine Stellvertreterin berichtet hatte, dass sie das Gefühl hat, dass sie das schwere Schicksal dieser Person spüre, erzählte der Stellvertreter meines Vaters, dass er gar nichts fühle. Er fühle sich wohl - mit sich völlig im Gleichgewicht.
Die Stellvertreterin meiner Mutter zeigte sich sichtlich besorgt um meine eigene Stellvertreterin. Innerlich entschied ich mich eine weitere Person aufzustellen, die meine eigene Stellvertreterin unterstützt. Ich bat eine weitere Frau sich in die Aufstellung zu begeben und sich einen für sie guten Platz zu suchen. Innerlich benenne ich sie als "das, was mir hilft". Ohne zu wissen, wer oder was sie repräsentierte, ging sie zu meiner eigenen Stellvertreterin hin und stellte sich hinter sie. Bereits in dem Moment als ich sie ausgewählt hatte, fing meine eigene Stellvertreterin an zu weinen. Als die Stellvertreterin dann hinter meiner eigenen stand, konnte meine Stellvertreterin aufstehen.
Beide Eltern schauten sie immer noch an. Meine eigene Stellvertreterin meinte, dass der Stellvertreter des Vaters sie ganz liebevoll anschaue. In dem Moment entschied ich mich, mich selbst an die Stelle meiner Stellvertreterin zu stellen, um mich selbst in diesen Kontakt einzufühlen.
Als ich selbst den Stellvertretern meiner Eltern gegenüberstand, kamen mir die Tränen. Die Stellvertreterin meiner Mutter wollte auf mich zugehen - ich hielt sie zurück. Auch der Aufstellungsleiter, der die Aufstellung begleitet, bat sie, wieder zurückzugehen. Zur Deutung: Wenn Eltern auf ihre Kinder zugehen, zeigt es, dass sie selbst sehr bedürftig sind, dass sie gegenüber den Kindern die kleinere Rolle einnehmen. Und die Aufstellung zeigte genau das, wie ich es im realen Leben fühle: ich wehre mich gegen die Bedürftigkeit meiner Mutter, mag die Rolle nicht annehmen, weise sie zurück, … weil ich selbst bedürftig bin. (Anmerkung: In diesem Punkt bleibt die Aufstellung ungelöst. Es zeigt sich aber, dass es in diesem Moment nicht wichtig ist. Die Lösung kam dann einen Tag später.)
Nach einer Weile konnte ich selbst auf die Eltern zugehen. In dem Moment, in dem ich das schreibe, sehe ich gerade eine Parallele zu meinem Verhalten. Ich gehe sehr schnell auf andere zu und gebe keinem die Chance auf mich zuzugehen - wie meine Mutter.
Während ich die Stellvertreterin meiner Mutter umarmte, kamen mir heftig die Tränen und der Stellvertreter meines Vaters ging eine Schritt zurück. Auch in der Handhaltung - meine Mutter reichte mir die Hände mit den Handflächen nach oben - zeigte sich, dass ich die Große bin und sie die Kleine. In mir selbst spürte ich ein Abwehrgefühl, als ich das sah. Ein Abwehrgefühl, das zeigte, dass ich in diesem Punkt meine Mutter nicht so nehmen konnte wie sie ist. Ein Abwehrgefühl, dass ich lösen kann.
Mir kommt gerade der Gedanke, dass mir ihr Besorgt-sein um mich, immer gut getan hat. Ich empfinde es im Moment wie ein Ausgleich dafür, dass mein Vater nicht so konnte wie er wollte und das wusste sie sehr genau. Jetzt fühle ich Dankbarkeit für ihre Fürsorge - auch wenn sie aus ihrer eigenen Bedürftigkeit heraus entsteht.
Ich trat wieder einen Schritt zurück. Schaue den Stellvertreter meines Vaters an: "Darf ich dich auch umarmen?" fragte ich sehr vorsichtig - mit der "gewissen" Ahnung, dass es nicht möglich sein wird. Der Stellvertreter meines Vaters begann zu beschreiben, wie er sich in der Rolle fühlt - ohne zu wissen, dass er (m)ein Vater darstellt.
Er fühlte, dass ganz tiefe und liebevolle Gefühle für mich da sind, die er aber ganz schnell wieder (mit dem Verstand) verdrängt, sobald sie sich zeigen. Liebevolle Berührungen sind für ihn absolut tabu. Die einzige Berührung, die er zulassen kann und mag, ist die Berührung durch die Stellvertreterin meiner Mutter. Das tut ihm gut.
Ich war wieder einmal total erstaunt, wie exakt die Gefühle der Stellvertreter mit der Realität übereinstimmen. Es ist tatsächlich so, dass meine Mutter ihm sehr wichtig ist und dass sie die einzige ist, zu der er eine wirkliche körperliche Nähe aufbauen kann.
Zurück zu Aufstellung:
Der Stellvertreter meines Vaters berichtete weiter: "Ich brauche Zeit - ich kann es nicht."
Eine Zuschauerin meinte, ich solle es doch einfach einmal ausprobieren, auf ihn zuzugehen. Mein Gefühl sagte aber ganz klar: "Nein, ich bleibe hier stehen. Mein Vater hat hier eine Grenze gezeigt. Ich bleibe hier stehen und wenn es mein ganzes Leben dauert."
Der Aufstellungsleiter ergänzte noch: "Ich achte dich und deine Grenzen, lieber Vati!" und ich wiederholte den Satz.
Zwei Sekunden später reichte der Stellvertreter meines Vaters mir die rechte Hand entgegen - von oben! Ich schaute auf die Hand, konnte es gar nicht glauben und griff nach ihr. Freudentränen …. Er zog mich an sich und ich brach ganz heftig in Tränen aus - kurz und heftig. "Ich habe dich so vermisst. Ich habe das so vermisst."
Dannacht trat ich wieder einen Schritt zurück, entschuldigte mich bei der Stellvertreterin meiner Mutter, dass ich so oft und so lange den Stellvertreter meines Vaters anschauen muss.
Der Aufstellungsleiter stand auf und fragt, ob es o.k. ist, wenn wir uns nochmals umarmen. Die Stellvertreter nickten. Dann schob er mich in die Mitte, so dass mich die Stellvertreter meiner Eltern mich beide gleichzeitig umarmen konnten. Nochmals erlösende Freudetränen.
--- Ende der Aufstellung ---

Auf der Hinfahrt zu dem Workshop hatte ich einen Text gelesen (Verfasser leider unbekannt), der von "der Erlösung der Väter" handelt. Der mir unbekannte Verfasser des Textes spricht darin vom "Wesen der Väter" (gleiches gilt auch für die Mutter und alle anderen Menschen). Zitat: "Wenn es dem Kind gelingt, das Wesen des Vaters zu sehen, schaut es den Vater nicht mehr aus der Verstrickung heraus an, sondern sein Wesen schaut das Wesen des Vaters an, oder der Mutter, oder anderer Menschen."
In den Sichtweisen des "Reiki-Do" (Reiki-Lebensweg) gibt es dafür ein heilendes Symbol, das "Hon-sha-ze-sho-nen" - "Das Göttliche in mir begegnet dem Göttlichen in Dir" heißt.
Nach der Aufstellung habe ich mich nun gefragt, was hat sich in der Aufstellung gezeigt. Wird sich mein Vater nun mir öffnen, mich endlich umarmen. Vielleicht. Vielleicht nicht.
Und mit dieser Frage zeigte mir mein Gefühl eine mögliche Antwort: Dadurch, dass ich vollständig losgelassen habe - in der Aufstellung; dadurch, dass ich meinen Wunsch, von meinem Vater so innig umarmt zu werden, vollständig loslassen konnte, indem ich die Grenzen meines Vaters vollständig achten konnte, habe ich ihn so achten können wie er ist.
Und in diesem Augenblick konnte ich auf das Wesen, auf das Göttliche meines Vaters schauen, das im Alltag durch seine eigenen ungelösten Schmerzen verdeckt ist.
Mein Blick wechselte durch das Loslassen von den Ungleichgewichten meines Vaters auf das Wesen meines Vaters.
Der unbekannte Verfassers dieses Textes schreibt dazu: "Jeder Vater, jede Mutter (u. jeder Mensch), wenn er/sie aus Liebe in seinem/ihrem Herzen (= aus dem Wesen heraus) handelt, will, dass es den Kindern gut geht und er/sie tut alles, was er/sie dafür tun kann (…). Die Väter (Mütter u. andere Menschen) tun das nicht immer, weil sie die Verstrickung von deren Vätern und Müttern und die schicksalhaften, einschneidenden Erfahrungen übernehmen. Die Väter und Mütter (u. andere Menschen) sind belastet, genau wie wir."
Der Blick von den Verstrickungen weg zu dem Wesen hin, kann die Liebe, die Bindung offensichtlich machen, die immer da ist und war.
Doch wer glaubt, dass erwarten zu dürfen, dass die Liebe sich zeigt, der täuscht sich, der lässt nicht wirklich los.
Wenn das Wesen/die Liebe sich zeigt, ist es ein Geschenk - ein Geschenk, worauf wir keinen Anspruch haben oder erheben können.


Woher weiß ich das?
Nach meiner Aufstellung und dem Geschenk bezüglich meines Vaters fiel mir beim Eintragen ins Tagebuch auf, dass ich meine Mutter in dieser Aufstellung nicht wirklich so genommen habe, wie sie ist. Sie ist auf mich zugegangen und ich habe sie zurückgehalten. Ihr "Auf-mich-zugehen" hat ihre Bedürftigkeit gezeigt, gegen die ich mich gewehrt habe. (Nebenbei stelle ich mir gerade die Frage, ob die Bedürftigkeit meiner Mutter mir Spiegel ist. Ja, muss die Antwort lauten, denn ich habe Probleme damit - wehre mich dagegen.) O.k. - das nur nebenbei - später mehr.
Nun wurde mir meine Abwehr gegenüber der Bedürftigkeit meiner Mutter bewusst und ich bat meinen Partner, mir für eine weitere Aufstellung zur Verfügung zu stehen und stellte ihn verdeckt als meine Mutter auf.
(nach oben)

Erfahrungsbericht: Aufstellung: meine Mutter und ich
Ich positionierte den Stellvertreter meiner Mutter in den Raum und stellte mich mit Abstand davor. Er meldete mir zurück, dass er sofort die schöne Palme angeschaut hat und ich jetzt davor stehe und er jetzt mich anschauen muss - kann aber auch nicht wegschauen. Er fühlte sich schwach (nimmt sich einen Stuhl, setzt sich hin), hat Angst und Panik.
Ich ging Mini-Schritte auf ihn zu, er reagierte und ging auch auf mich zu - mit Stuhl - bis er seine Zehen auf meine Zehen stellte. Er schaute nach unten und ich fühlte mich schwer und setzte mich auf den Boden.
Wieder setzte ich mich dahin, wohin er schaute und er bat mich in Distanz zu gehen - immer weiter weg. Ich legte ein Kissen an den Platz, wohin er schaute und konnte dann selbst stehen. Er berichtete, dass ihm das gut tut und es zu ihm gehört.
In mir kam das Gefühl hoch: "Ich gehöre nicht dazu, hier bin ich ausgeschlossen." (wie ich es schon oft hatte, wenn mein Partner etwas ohne mich macht).
Mir wurde bewusst, dass es auch zu meiner Mutter eine Distanz gibt - eine Grenze, die es zu achten gibt.
Doch eine Öffnung, so dass eine Umarmung möglich wurde, zeigte sich nicht. Hier zeigte sich mein Festhalten, festhalten an eine Lösung vom Tag zuvor, meine Erwartungen - hier konnte ich nicht vollständig loslassen.
Die Lösung wäre gewesen: "Ich achte die Distanz und die Grenze bis zum Ende meines Lebens. Ich bin bereit, für immer darauf zu verzichten, dass ich dazugehöre und verzichte auch auf die schöne Lösung." und betrauere dann den Verlust. Das ist das, was ich tun kann.
Wenn dann noch etwas Schönes geschieht wie tags zuvor, dann ist es ein Geschenk
- ein Geschenk vom Universum.

Nachtrag ¾ Jahr später:
Inzwischen habe ich meiner Mutter auch in den Armen gelegen - aber im realen Leben. Ich hatte das Gefühl, angekommen zu sein. Nun habe ich doch noch das ersehnte Geschenk vom Universum bekommen - aber erst dann als es wirklich stimmig war.
(nach oben)